Freitag, 20. November 2009

Lanze brechen!

Zwischen Kehrwoche und Wäsche waschen, zwischen Einkaufen und Kochen, zwischen Kinder in die Schule schicken und Hausaufgabenbetreuung habe ich das dringende Bedürfnis hier meinem Ärger Luft zu machen.

Als brave "nur"-Hausfrau und Mutter gehe ich vormittags einkaufen. Somit mache ich die Schlangen vor den Kassen zu Zeiten, wenn die berufstätigen und bezahlten Menschen einkaufen gehen, nicht noch länger. Und da ich versuche meine Arbeit ergonomisch einzuteilen, kaufe ich nicht unbedingt jeden Tag ein, dafür wird es gerne mal etwas mehr. So auch heute morgen um 8 Uhr 30. Das Band war vielleicht so befüllt, dass das Scannen ca. eine Minute gedauert hat. Da ich meine Sachen immer gleich parallel wieder zurück in den Einkaufswagen lege und erst später richtig verstaue, dauert das Kassieren wirklich nur maximal eine Minute länger, als wie wenn ich nur ein oder zwei Produkte kaufe.
Aber eigentlich ist das nebensächlich, ob es eine Minute dauert oder fünf.
Wenn ich hinter mir jemanden sehe, der wirklich wenig im Einkaufskorb hat, dann lasse ich den natürlich gerne vor, vor allem, wenn dieser NICHT frägt um vorgelassen zu werden. Wenn EINER darum bittet vorgelassen zu werden, weil ich es nicht sehe oder so, gerne auch.

Heute haben drei Leute gefragt, drei Männer unabhängig voneinander. Gekauft hat der eine ein Päckchen Zigaretten, der andere eine Flasche Cola, der dritte eine Zeitung. Sachen von denen ich vermute, dass diese für die Frühstückspause gekauft werden. Als der vierte Mann mit ähnlichen Sachen gefragt hat, hatte ich aber wirklich genug. Irgendwann will ich ja auch mal dran kommen. So hab ich das auch gesagt. Antwortet mir dieser "Herr" doch tatsächlich, "manche Leute müssen halt arbeiten"! Bitte? geht es noch? Dann soll er doch auch bitte arbeiten und die Sachen vor anstatt in seiner Arbeitszeit kaufen! Ich arbeite ja schließlich auch, und das sicher nicht weniger hart als er. Leider bekomme ich halt kein Geld dafür!

Ich habe das Gefühl ich gehöre einer aussterbenden Generation an, da ich seit der Geburt meiner Kinder kein Geld mehr verdient habe. Ich sage nicht "nicht mehr gearbeitet" habe, denn das stimmt einfach nicht. Irgendwie geht so gut wie jede Mutter spätestens ab dem Kindergarteneintrittsalter wenigstens stundenweise einer bezahlten Tätigkeit nach. Wohlgemerkt rede ich jetzt nicht von den Eltern, wo es aus finanziellen Gründen absolut notwendig ist.
Ich habe mich bewusst dafür entschieden daheim zu bleiben, wohlweislich, dass es da kein Geld gibt, kein Urlaub, kein Feierabend, keine Krankentage, keinerlei Vorzüge dieser Art. Dafür stehe ich jeden Tag um 5 Uhr auf (wenn es Euch interessiert warum, dann fragt. Ansonsten würde das hier den Rahmen sprengen und gehört auch nicht zum Thema)! Von den Arbeiten, die in einem Haushalt anfallen, brauche ich nichts erzählen, das weiß jeder selber. Dann stelle ich wirklich ungern Marinas Down Syndrom in den Mittelpunkt und will auch keinen Behindertenbonus. Aber es ist nunmal Fakt, es ist ein Mehraufwand (Beispiele gerne auf Nachfrage, da anderes Thema). Ich mache aber alles gerne und würde mit niemanden tauschen wollen.
Abgesehen davon, dass ich gerne "nur" Hausfrau und Mutter bin, finde ich es auch wichtig zu hause zu sein, wenn die Kinder von der Schule kommen. Wenn Benni heimkommt, dann fängt er schon noch unten im Treppenhaus an zu erzählen, was ihn bewegt. Das muss dann sofort raus, nicht erst nach einer Stunde oder so. Weil dann ist es schon "weg", verdrängt. Woher ich das weiß? Manchmal kann ich nicht da sein, wenn Benni heim kommt, weil ich schon mit Marina in irgendeine Therapie muss. Ich versuche natürlich die Termine so zu legen, dass sich nichts überschneidet, kann es aber nicht immer vermeiden. An solche Tagen erfahre ich nichts aus der Schule!
Ich weiß, ich habe es gut, dass ich da sein kann. So manch eine Familie hat keine Wahl. Da will ich auch niemandem was ankreiden. Aber ich habe die Wahl und mich entschieden. Ich wünsche mir nur etwas mehr Toleranz und Respekt gegenüber den Hausfrauen. Auch wir leisten eine wichtige Arbeit und sind nicht weniger wert, als dieMütter, die zwischen Haushalt und Arbeit hin und her pendeln.

So, jetzt geht es mir besser! Jetzt werde ich mir erst noch einmal diesen Beitrag zu Gemüte führen. In Momenten wie diesen brauche ich das. Und den nächsten Mann, der wegen einer Packung Zigaretten vorgelassen werden will, den werde ich mir genau angucken ;-)

Dienstag, 17. November 2009

Socken Nr. 81/2009 3x3 in Streifen

Ich weiß auch nicht, aber irgendwie sind die unfotografierbaren Farben immer die schönsten.
Und mit dem tollenZopfmuster (3x3 Cable with Moss Stich aus dem Buch Sensational Knitted Socks) gefallen mir die Socken in den Farben richtig gut.
Leider sind sie nicht für mich. Und ob sie der Empfängerin gefallen? Ich hoffe doch, auch wenn ich nichts gehört habe :-(. Aber für mich werde ich das Muster bestimmt auch mal stricken... irgendwann.
Das Wollfoto kommt den realen Farben am nahesten.

Donnerstag, 12. November 2009

Socken Nr. 80/2009 nochmal Quickie Socks

Und wieder habe ich ein Muster nochmal gestrickt. Es ist aber auch so schön einfach, eine echte Alternative zu Stinos.
Die Anleitung zu den Quickie Socks stammt aus diesem Buch.
Und wie immer sehen die Rottöne in echt viel schöner aus als hier.
Der Winter naht, daher habe ich hier mal wieder ein 6-fach Wolle verstrickt.

Mittwoch, 11. November 2009

Socken Nr. 79/2009 blaue Kinder Toe-Ups

Der Titel sagt ja eigentlich schon alles. Viel mehr gibt es darüber auch nicht zu sagen.Außer vielleicht, dass die Wolle von Wollpapst der Rest hiervon ist.

Sonntag, 8. November 2009

Patchwork Handstulpen

Zur Abwechslung gibt es heute mal was anderes als Socken... Handstulpen.
Diese Patchworktechnik habe ich beim Rowanworkshop bei Renate im Laden gelernt. Ist mal was anderes.
Aber dieses ständige Wenden lässt diese Technik garantiert nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung werden. Und ganz ehrlich gesagt, es gibt schönere Muster.
Von der Wolle hab ich nun noch genug für ein Paar Socken übrig.

Freitag, 6. November 2009

Socken Nr. 78/2009 Orangene Babysöckle

Der Rest von diesen Socken hat noch für ein Babysockenpaar gereicht, toe-up gestrickt und bis zum letzten Meter aufgebraucht.Die Wolle stammt, wie man hier auch gut sehen kann, von Ewa.

Dienstag, 3. November 2009

Socken Nr. 77/2009 Marlene 24 Karat

Nachdem ich die ersten Marlene Socken verschenkt habe, wollte ich sie nochmal für mich stricken.
Die Anleitung (jetzt auch als Einzelmuster zu kaufen) stammt von Cookie A.
Hier wie immer eine Nahaufnahme. Das Muster hat trotz der vielen verschränkten Maschen Spaß gemacht.
Dieses Mal habe ich aber etwas dickere Wolle gewählt, eine Medium Weight von Blue Moon in der Farbe 24 Karat.